Vortrag von Prof. Dr. Franklin Kopitzsch, Vorsitzender des Vereins für Hamburgische Geschichte
Begrüßung: Dr. Willfried Maier, 1. Vorsitzender der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Nach dem Großen Brand von 1842 wurden in Hamburg lebhafte Debatten über Verfassung und Verwaltung des Stadtstaates geführt. Wichtigstes Forum war die Patriotische Gesellschaft von 1765. Soziale Spannungen und wirtschaftliche Probleme nahmen zu. So zündete der revolutionäre Funke 1848 auch an Alster und Elbe. Erst am 14. Dezember 1848 kam im Haus der Patriotischen Gesellschaft die Konstituante, die verfassunggebende Versammlung, zusammen. Die im Juli 1849 verabschiedete demokratische Verfassung, eine beachtliche parlamentarische Leistung, trat nicht in Kraft, weil reaktionäre und konservative Kräfte inner- und außerhalb der Stadt dies verhinderten. Erst mit der Novemberrevolution 1918 und der Verfassung von 1921 wurde das Vermächtnis der Achtundvierziger erfüllt. Ein Blick gilt den Hamburger Abgeordneten in der Paulskirche ebenso wie den mit 1848/49 verbundenen Anfängen der Arbeiter- und der Frauenbewegung.