Neue Wege bei Zwangsstörungen: Kompakttherapie aus Sicht von Forschung und Betroffenen

Neue Wege bei Zwangsstörungen: Kompakttherapie aus Sicht von Forschung und Betroffenen

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Vortrag, Gespräch und Austausch im UKE

 

Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Betroffene leiden oft unter belastenden Gedanken, Ängsten oder Ritualen, die viel Zeit in Anspruch nehmen und Alltag, Familie, Beruf sowie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können.

Obwohl wirksame Therapien existieren, erhalten viele Menschen mit Zwangsstörungen nicht die leitlinienempfohlene Behandlung. Insbesondere Expositionsbehandlungen stehen in der Praxis oft nicht ausreichend zur Verfügung.

Deshalb suchen Forschende und Behandelnde nach neuen Wegen, wirksame Therapien besser zugänglich zu machen. Ein vielversprechender Ansatz ist die sogenannte Kompakttherapie, die auf dem in Norwegen entwickelten Bergen 4-Day Treatment basiert. Dabei wird eine wirksame Behandlung in einem intensiven viertägigen Format durchgeführt und wissenschaftlich begleitet.

Mit Unterstützung der Peter Möhrle Stiftung konnte dieses innovative Behandlungsangebot am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aufgebaut, wissenschaftlich untersucht und weiterentwickelt werden. Gemeinsam ist es gelungen, die vielversprechenden Ergebnisse aus Norwegen erstmals auch in Deutschland zu replizieren. Die Hamburger Studien zeigen deutliche und nachhaltige Verbesserungen der Zwangssymptomatik und geben Anlass zur Hoffnung, die Versorgung von Menschen mit Zwangsstörungen langfristig zu verbessern.

Einblicke, Informationen und Austausch am 23.6.

In der Veranstaltung erhalten Sie einen Einblick in die Forschung hinter dem Projekt, lernen das Konzept der Kompakttherapie kennen und hören aus erster Hand, wie Betroffene die Behandlung erlebt haben. Gemeinsam möchten wir darüber sprechen, wie innovative Therapien dazu beitragen können, das Leben von Menschen mit psychischen Erkrankungen nachhaltig zu verbessern und neue Perspektiven für die Versorgung der Zukunft zu schaffen.

Kostenfrei und ohne Anmeldung – wir freuen uns auf Sie!

Foto: Das Team der Hamburger Kompakttherapie für Zwangsstörungen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)