Bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende, Teilhabe für Menschen im Autismus-Spektrum und zeitgenössische Kunst im Klassenzimmer: Ein Blick auf unseren #Förderradar lohnt sich! Auch im August stellen wir wieder drei aktuelle Angebote Hamburger Stiftungen vor.
Teilhabe für Menschen im Autismus-Spektrum: Förderung der Stiftung Irene
Autismus hat viele Gesichter und begleitet Betroffene ein Leben lang. Die Grenzen zwischen den verschiedenen autistischen Formen sind fließend, ebenso die Grenze zur „Normalität“. Manche Betroffene sind von einzelnen Symptomen lediglich leicht beeinträchtigt, andere sind dadurch schwer- und mehrfachbehindert. Teilhabe im Alltag, in Gemeinschaft und Gesellschaft gelingt Menschen mit Autismus oftmals nur mit institutioneller und professioneller Unterstützung.
Die Stiftung Irene unterstützt deshalb gemeinnützige Organisationen, die Angebote für Menschen im Autismus-Spektrum schaffen oder weiterentwickeln möchten. Gefördert werden unter anderem Beratungsangebote, Selbsthilfegruppen, Freizeit- und Sportprojekte sowie Angebote zur Entlastung von Familien. Auch Forschungs- und Bildungsvorhaben mit dem Themenschwerpunkt Autismus können eine Anschub- oder Teilfinanzierung erhalten. Anträge können fortlaufend eingereicht werden.
Weitere Informationen und die detaillierten Förderrichtlinien gibt es hier.
Zeitgenössische Kunst trifft Schule: Künstler:innen im Klassenzimmer
Mit dem Programm „Künstler:innen im Klassenzimmer“ bringt die PArt Foundation zeitgenössische Kunst direkt in Hamburger Schulen. Professionelle Künstler:innen entwickeln gemeinsam mit Schulklassen kreative Projekte – von Zeichnung und Fotografie über Skulptur bis hin zu performativen und experimentellen Formaten. Das Ziel des Projektes ist es, jungen Menschen Kunst in der Praxis näherzubringen. Kunst macht Spaß und verbindet. Kunst lehrt Toleranz, Respekt und eröffnet kreative wie berufliche Perspektiven. Sie bietet Raum für Reflexion und den Umgang mit persönlichen, gesellschaftlichen oder aktuellen Themen.
Schulen können sich fortlaufend für eine Teilnahme bewerben. Honorare und Materialkosten werden vollständig übernommen
Bezahlbar wohnen während der Ausbildung: Stiftung Azubiwerk Hamburg
Der Hamburger Wohnungsmarkt ist angespannt – und gerade Auszubildende haben es oft besonders schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Mit einer vergleichsweise geringen Ausbildungsvergütung und ohne lange Einkommenshistorie haben sie auf dem Wohnungsmarkt häufig schlechtere Chancen. Bezahlbarer Wohnraum ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.
Genau hier setzt die Stiftung Azubiwerk an: Sie schafft günstige, vollmöblierte Zimmer für Auszubildende an mehreren Standorten in Hamburg und verbindet diese mit pädagogischer Begleitung sowie Beratungs- und Unterstützungsangeboten – ganz nach dem Leitmotiv „Mehr als nur günstiger Wohnraum für Azubis“. Bewerben können sich Auszubildende zwischen 16 und 26 Jahren mit einer staatlich anerkannten Ausbildung in Hamburg. Die Zimmer werden nach sozialen Kriterien vergeben, eine Rückmeldung auf die Bewerbung erfolgt in der Regel binnen Wochen.