Die Stadtkuratorin Hamburg und das Team des Mahnmal St. Nikolai freuen sich, die kommende Sommerausstellung zum Element Feuer, der Apokalypse und Repair anzukündigen. Feuer präsentiert eine Reihe ortsspezifischer Arbeiten von Künstler:innen aus Hamburg und dem Ausland, die sich mit der politischen, ökologischen und spirituellen Dimension des Feuers in Zeiten akuter gesellschaftlicher Dringlichkeit auseinandersetzen. Im Zentrum steht das heute allgegenwärtige Gefühl einer herannahenden Katastrophe und die Frage, wie sich Gift in Medizin, Verwirrung in Stärke, Verlust in Erneuerung und Widerstandskraft verwandeln lassen.
Die Ausstellung findet am Mahnmal St. Nikolai statt, einer ehemaligen Kirche im Herzen Hamburgs, die im Laufe ihrer Geschichte zweimal durch Brände zerstört wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg nie vollständig wiederaufgebaut, ist sie heute ein Ort des Erinnerns, der Mahnung und der Begegnung. Täglich empfängt sie Tausende von Besucher:innen und verbindet das Gedenken an Zerstörung und unwiederbringliche, durch menschliches Handeln verursachte Schäden mit Hoffnung sowie dem Willen zu Reflexion und Heilung.
Vor diesem Hintergrund fragen die zeitgenössischen Kunstwerke – demokratisch, zugänglich und zugleich vielschichtig präsentiert –, wie sich der Kreislauf von Zerstörung und Erneuerung durchbrechen lässt und welche Wege hin zu einer gewaltfreien, planetarischen Koexistenz denkbar sind.
Die Ausstellung Fire ist Teil der Reihe From the Cosmos to the Commons – Vom All zum Allgemeingut, die von der Stadtkuratorin Hamburg im Kontext von Kunst im öffentlichen Raum initiiert wurde. Das mehrjährige Programm widmet sich fünf zentralen Elementen – Kosmos (2025), Feuer (2026), Luft (2027), Erde (2028) und Wasser (2029) – und entfaltet entlang dieser Themen die Idee einer planetarischen Öffentlichkeit.
Programm am 20.6.
Gefördert durch ZEIT STIFTUNG BUCERIUS und Claussen-Simon-Stiftung.