Auf Einladung des Bundesverbands Deutscher Stiftungen hat das Team des Stiftungsbüros Hamburg am 3. und 4. Dezember an der Dialogwerkstatt für Regionale Stiftungsnetzwerke teilgenommen. 15 der bundesweit über 25 regionalen Stiftungsnetzwerke tauschten sich zu Gelingensfaktoren für Kooperationen, Best Practice zur Stärkung lokaler Stiftungslandschaften und aktuellen Herausforderungen für die gemeinnützige Stiftungsarbeit aus. Die Hamburger Stiftungstage waren dabei ein Beispiel, wie Netzwerkarbeit Wahrnehmung, Sichtbarkeit und dadurch Wirkung erzielen kann.
Dialogwerkstatt in Frankfurt: Rezepte für gelingende Kooperationen
Über 30 Netzwerker:innen aus 15 der regionalen Netzwerke Deutschlands trafen sich am 3. und 4. Dezember in Frankfurt am Main. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und Austausch über Ziele, aktuelle Bedarfe und Erfolgsgeschichten stand unter anderem das Thema Kooperation im Mittelpunkt: Wie können die Netzwerke als gelebte Kooperation eben diese unter ihren Stiftungen anregen? Wie können sie Partnerschaften und Zusammenarbeit zwischen Stiftungen, Wirtschaft, öffentlicher Hand und weiterer Zivilgesellschaft anstiften?
Morten Jendryschik und Wiebke Kannengießer vom Stiftungsbüro Hamburg boten hier mit den Hamburger Stiftungstagen und Hamburgs längster Tafel für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt ein Best Practice Beispiel, wie gemeinsame Erlebnisse und Veranstaltungen die öffentliche Wahrnehmung aller Beteiligten stärken und die Verbindung untereinander stiften, neue Kooperationen über die Aktionswoche hinaus initiieren und verschiedene Akteure aus der Stadtgesellschaft Hamburg zusammenbringen. So haben etwa über 45 Stiftungen, 90 Non-Profits und mehr als 6 Unternehmen Hamburgs längste Tafel am 21.6.2025 nicht nur gemeinsam gestaltet und Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt vor Ort positiv erlebbar gemacht, sondern schon im Vorfeld, vor Ort und im Nachgang neue Verbindungen geknüpft. Wirkung durch Wahrnehmung spiegelte sich dabei ebenso durch zahlreiche neue Kontakte mit potenziellen Mitstreiter:innen, Engagierten und Spender:innen wider – sowie als gelebte Solidarität im Rahmen der mit dem Event verknüpften Spendenaktion #GemeinsamfürHamburg.
Demokratie braucht verlässliche Bündnisse und Netzwerke
Ein weiterer inhaltlicher Fokus war die Bedeutung regionaler Netzwerkarbeit für eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft. Stiftungsnetzwerke bündeln dabei Kräfte, um zivilgesellschaftliches Engagement für die Demokratie wirkungsvoll zu stärken – wie Beispiele aus Essen, Hamburg oder der Initiative Zukunftswege Ost zeigen. Sie können gemeinsam größere Aufmerksamkeit für das Gemeinwohl, positive und pro-demokratische Entwicklungen generieren als im Alleingang möglich wäre. Und: In der gemeinsamen Haltung und Botschaft werden sie resilienter gegen Polarisierung und Spaltung. Stiftungen verharren dabei nicht in der Kommunikation, sondern leben und gestalten eine vielfältige und offene Gesellschaft über die Vielzahl ihrer Projekte und Angebote in ganz unterschiedlichen Themenfeldern – vom Schaffen von Räumen für Diskurs, Ermöglichen von sozialen Innovationen, Nothilfe für Bedürftige bis hin zur Quartiers- und Nachbarschaftsarbeit.
Lokale Stiftungsnetzwerke in Deutschland von Freiburg bis an die Küste
Die Initiative Frankfurter Stiftungen, das Landesnetz der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern oder das Stiftungsbüro Hamburg mit den Hamburger Stiftungstagen: Regionale Stiftungsnetzwerke sind lokale Zusammenschlüsse von Stiftungen, die sich in Städten oder Bundesländern organisieren, um ihre Arbeit besser sichtbar zu machen, sich fachlich auszutauschen und gemeinsame Projekte voranzutreiben. Bundesweit existieren über 25 solcher lokalen Zusammenschlüsse, teils institutionalisiert, teils als flexibles Bündnis. Sie fördern Kooperation, stärken die Wirkung der Stiftungen vor Ort und dienen als Ansprechpartner für Öffentlichkeit, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Die Netzwerke verfolgen teils ganz unterschiedliche Ziele entsprechend ihrer vielfältigen Entstehungsgeschichte: Während etwa Berlin mit der Berliner Stiftungswoche wie Hamburg mit den Stiftungstagen die Sichtbarkeit und Wahrnehmung von Stiftungsarbeit als zentrales Ziel haben, haben andere Netzwerke gemeinsame Fördertöpfe ins Leben gerufen oder fokussieren die politische Interessenvertretung. Die Gemeinsamkeit: Überall kommen zahlreiche Stiftungen zusammen, um durch Austausch, Vernetzung und Operation mehr gemeinnützige Wirkung zu erzielen und dazu anzustiften.




