Rund 150 Vorstände, Geschäftsführungen sowie Stifterinnen und Stifter aus mehr als 120 Hamburger Stiftungen kamen gestern Abend zum vierten Stiftungsleitungs-Get-Together von BürgerStiftung Hamburg und Stiftungsbüro Hamburg zusammen. Zu Gast war das Format dieses Jahr am 20. Januar in der Botschaft der Wildtiere von der Deutschen Wildtier Stiftung – ein Ort, der mit seiner Ausstellung eindrucksvoll zeigt, wie viel wilde Natur mitten in der Stadt existiert und wie sehr sie unseren Schutz braucht.
Ein zuversichtlicher Start ins Stiftungsjahr trotz aller Herausforderungen
Bereits die Begrüßung durch Dagmar Entholt-Laudien, Vorstandsvorsitzende der BürgerStiftung Hamburg, setzte den Ton des Abends: In einer Zeit globaler Verunsicherung, wachsender demokratischer Herausforderungen und zunehmender Belastungen für die gemeinnützige Arbeit brauche es umso mehr Vertrauen, Miteinander und starke Netzwerke innerhalb der Zivilgesellschaft. Stiftungen, so ihr Ausblick, können gerade jetzt Orte der Zuversicht, der Handlungsfähigkeit und der gemeinsamen Wirkung sein.
Musikalisch eröffnet wurde der Abend von Konstantin Reinfeld, dessen „wildes“ Entree im Kino der Botschaft der Wildtiere nicht nur begeisterte, sondern zugleich sichtbar machte, wie vielfältig Stiftungswirken sein kann: Reinfeld war unter anderem Stipendiat der Claussen-Simon-Stiftung – ein lebendiges Beispiel dafür, wie Stiftungen individuelle Wege ermöglichen und Talente stärken.
Fotos: Stiftungsbüro Hamburg / Sven Wied
Neue Kontakte, Kollegiale Beratung und vertrauter Austausch
Im Mittelpunkt des Abends stand – wie bei den vorherigen Ausgaben – der persönliche Austausch. In acht Dialogräumen, verteilt über beide Ausstellungsebenen, kamen die Teilnehmenden in wechselnden Konstellationen zusammen. Moderiert von erfahrenen Stiftungsvorständen und -geschäftsführungen wurden Themen wie New Work im Stiftungssektor, das Spannungsfeld zwischen Innovationssuche und Förderung von Bewährtem oder Gelingensfaktoren für Kooperation diskutiert. Die bewusst zufällige Zusammensetzung der Gruppen eröffnete neue Perspektiven, ließ gemeinsame Schnittmengen sichtbar werden und schuf Raum für kollegiale Beratung.
Ein Format vom Gemeinschaftsprojekt für die Gemeinschaft
Vor dem Ausklang des Abends bei Speis und Trank kamen Prof. Dr. Regina Back, Vorstandsvorsitzende der Claussen-Simon-Stiftung, und Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. mit Rüdiger Ratsch-Heitmann, Geschäftsführer der BürgerStiftung Hamburg, ins Gespräch. Sie blickten zurück auf die Entstehung des Stiftungsbüros Hamburg, das als gemeinschaftliches Projekt von zehn Trägerstiftungen bei der BürgerStiftung Hamburg verortet ist. Deutlich wurde dabei erneut der Anspruch des Stiftungsbüros, Stiftungen zusammenzubringen, Engagement anzustiften, Stiftungsarbeit erlebbar zu machen und ihre Wirkung in der Stadt zu stärken. Das Get-Together ist dafür ein Baustein in der Arbeit des Stiftungsbüros.
Ein besonderer Fokus lag auf den Hamburger Stiftungstagen, die vom 19. bis 28. Juni 2026 erneut stattfinden werden. Sie gelten als zentraler Moment der Sichtbarkeit und Vernetzung des Hamburger Stiftungswesens – und als Einladung an die Stadtgesellschaft, Stiftungsarbeit kennenzulernen und mitzuerleben. Schon jetzt wurde die Vorfreude auf das Stiftungstage-Onboarding am 6. Februar geweckt, das Stiftungen konkrete Impulse, Austauschformate und praktische Unterstützung für ihre Beteiligung bietet.
Das vierte Stiftungsleitungs-Get-Together hat eindrucksvoll gezeigt: Gerade in bewegten Zeiten ist der persönliche Austausch unter Stiftungsleitungen ein wichtiger Anker. Er stärkt Beziehungen, schafft Orientierung und macht Mut, gemeinsam weiterzudenken – zuversichtlich, wirkungsorientiert und im Bewusstsein der Verantwortung für das Gemeinwohl unserer Stadt.
Fotos: Stiftungsbüro Hamburg / Sven Wied
Über das Stiftungsleitungs-Get-Together
Das Stiftungsleitungs-Get-Together findet jährlich statt und ist Bestandteil der Vernetzungsarbeit des Stiftungsbüros rund um die Hamburger Stiftungstage. Die BürgerStiftung Hamburg und das dort angesiedelte Stiftungsbüro tragen die Organisation und konzipieren die Treffen. Initiiert wurde das Format ursprünglich von Prof. Dr. Regina Back, geschäftsführende Vorständin der Claussen-Simon-Stiftung, und Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.